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Bern, 28. Februar 2011: Aktualisierung der Angaben

Im Zuge der Aktualisierung aller Angaben zu den getesten Autos wurden bisher die Angaben zur Aktiven Sicherheit, zur ESC-Verfügbarkeit und zum Preis aktualisiert. In Kürze werden auch die Angaben zum Verbrauch noch angepasst und die Resultate der soeben erschienen Autoumweltliste 2011 einbezogen.

 

Bern, 25. März 2010: Die neue Sensibilisierungskampagne "Sicheres Auto" wird der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Kaufhilfe für Autofahrende: Wichtige Lücke gefüllt

Reden die Autohersteller von Sicherheit, meinen sie oft immer noch die Sicherheit der Insassen eines Wagens. Dass ein Auto jedoch auch für den Velo- und Fussverkehr sowie für die Insassen anderer Autos mehr oder weniger gefährlich sein kann, geht dabei leider oft unter. Mit seinem am Donnerstag präsentierten Rating «Sicheres Auto» füllt der VCS Verkehrs-Club der Schweiz hier eine wichtige Lücke.

Der VCS sei überzeugt, dass eine umfassende Sicherheit des Autos für viele Lenkerinnen und Lenker von grosser Bedeutung sei, sagte VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher am Donnerstag vor den Medien in Bern. Denn nur einigen völlig gewisslosen Rasern sei es gleichgültig, wenn sie in einen Unfall verwickelt würden und andere Menschen verletzten oder gar töteten.

Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, hob hervor, wie wichtig es ist, die Konsumentinnen und Konsumenten über derartige Themen zu informieren. «Sobald deutlich wird, was den Mehrwert einer neuen Entwicklung ausmacht, richten Konsumentinnen und Konsumenten nämlich ihre Kaufentscheide danach aus», erklärte sie.

Kaufhilfe für Konsumentinnen und Konsumenten

Hier setzen das Rating und die Sensibilisierungskampagne «Sicheres Auto» des VCS an, welche vom Fonds für Verkehrssicherheit unterstützt werden: Die 100 meistverkauften Autos der Schweiz wurden punkto Sicherheit analysiert, um den Autofahrenden eine Kaufhilfe zu bieten. Bewertet wurde dabei nicht nur die Sicherheit der Insassen eines Autos, sondern auch, wie gefährlich ein bestimmtes Modell für Velo- und Fussverkehr sowie für die Insassen anderer Autos ist.

Während nämlich der Insassenschutz bei Neuwagen heute kaum noch ein Problem darstellt, besteht in anderen Bereichen grosser Nachholbedarf, wie Michael Rytz, Projektleiter Verkehrssicherheit beim VCS, sagte. Beim Zusammenprall mit einem Auto hätten Fussgängerinnen und Fussgänger nur dann gute Chancen, einigermassen heil davonzukommen, wenn die Fahrzeugfront rund und nachgiebig gestaltet sei. Ausserdem müsse genügend Knautschzone zwischen Blech und Motorblock vorhanden sein.

Viele Autos schneiden diesbezüglich in den Tests von EuroNCAP schlecht ab. Auch die so genannte Kompatibilität verschiedener Autos stellt heute oft noch ein Problem dar. Immer noch kommen rücksichtslos gebaute Modelle auf den Markt: Bei einem Zusammenstoss erhöhen sie schon bei geringen Tempi die Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmenden.

Eine Konsumenteninformation zum Thema Kompatibilität fehlte bisher. Um diese Lücke zu schliessen, liess der VCS bei der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik und dem Dynamic Test Center (DTC) in Biel/Vauffelin ein Verfahren entwickeln, um dies beurteilen zu können. Dabei wurde auf Ergebnisse der EuroNCAP-Tests zurückgegriffen, wie Raphael Murri, Bereichsleiter passive Sicherheit am DTC, sagte. Verbesserungspotenzial besteht schliesslich auch bei elektronischen Assistenzsystemen. Insbesondere der besonders wirksame Schleuderschutz ESC ist heute noch längst nicht in allen Autos eingebaut.

Das Rating und Detailinformationen im Internet unter www.sicheresauto.ch