«Mit dem Grand Cherokee sind Sie rundum sicher», heisst es. Der euroNCAP-Test entlarvt die Werbung: Beim Fussgängerschutz bekam der Geländewagen null Sterne. Für ein Kind kann die Kollision mit einem wie ihm schon dann tödlich enden, wenn er nur 20 km/h schnell war. Grund: die rücksichtslos gebaute hohe Front. Jahrzehntelang wurde der Fussgängerschutz sträflich vernachlässigt.
Beim Aufprall auf ein Auto haben Fussgänger schlechte Karten. Ausser es ist ein «Softie»: ein Fahrzeug, dessen abgerundete Front an wichtigen Punkten nachgibt. Mittlerweile gibt es solche intelligent gebaute Autos. Insassen- und Fussgängerschutz schliessen sich überhaupt nicht aus.

Die Fussgängerschutz-Vorschriften sind noch viel zu schwach. Bis sich das ändert, müssen es die Autokäufer richten. Auch dem vorsichtigsten Autofahrer kann jemand in die Quere kommen. Und jeder Autofahrer ist auch mal Fussgänger. Wählen Sie ein Auto, das auch im Notfall stark ist: mit einer super Knautschzone für den Fussgänger oder Velofahrer.

Als erstes Modell hat der Citroen C6 die Bestnote für Fussgängerschutz erhalten. Das Geheimnis heißt "Pop-up-Motorhaube": Wenn der C6 den Zusammenstoß mit einem Fußgänger registriert, wird das Blech blitzschnell angehoben – und schafft dabei lebenswichtigen Platz zwischen Mensch und harten Motorteilen.

So funktioniert die "Pop-up-Motorhaube".
Der Zusammenstoss zwischen Fussgängerdummy und Auto bei Tempo 50 zeigt die brutale Realität. Jeder fünfte Verkehrstote in der Schweiz war zu Fuss unterwegs gewesen. Todesursache in den meisten Fällen: die Kollision mit einem Auto. (VCS-Fachtagung "sicheres Auto")
Radiobeitrag Espresso, DRS1 zum Fussgängerschutz