Der Sicherheitsfaktor Nummer eins sind wir

 Die Sicherheit im Auto wird immer raffinierter. Sie hilft aber wenig, wenn der wichtigste Sicherheitsfaktor, der Mensch, zum Unsicherheitsfaktor wird. Weil er zu schnell fährt. Oder weil er den Gurt nicht trägt.

Was ist schlimmer: mit 0.8 Promille ein Auto lenken – oder am Steuer nüchtern mit dem Handy telefonieren? Die Antwort scheint klar. Aber: Wer am Steuer telefoniert, fährt im Schnitt noch schlechter, als wenn er 0.8 Promille Alkohol intus hätte.

Eine Kollision mit 100 km/h entspricht einem freien Fall und anschliessendem Aufprall aus einer Höhe von 40 Meter (Quelle: ETSC European Transport Safety Council).

  

10, 20 km/h sind nicht viel, machen aber viel aus

Auch punkto Geschwindigkeit täuscht man sich leicht. Der Unterschied zwischen 50 und 55 km/h scheint gering. Beim Bremsweg ist er plötzlich gross. Und ein Fussgänger hat durchschnittlich 90 Prozent Überlebenschancen, wenn er von einem Auto mit 30 km/h angefahren wird. Kommt dieses mit 50 km/h daher, endet der Unfall mit grösster Wahrscheinlichkeit tödlich.

Wie sicher ein Auto ist, entscheidet weitgehend der Fahrer. Auch schon vor dem Losfahren: indem er

  • sich anschnallt. Airbags sind kein Sicherheitsgurt-Ersatz.
  • die Kopfstütze richtig einstellt: Oberkante Kopfstütze auf gleicher Höhe wie Oberkante Kopf. Hinterkopf und Kopfstütze berühren sich.
  • die Combox einschaltet. Damit er den Kopf bei der Sache hat. Zum Beispiel beim Fussgänger am Streifen.

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